Die Wahl für den Spendenempfänger des Polizei Rockfestivals 2018 fiel auf den gemeinnützigen Verein Vita Assistenzhunde e.V.


Offizieller Trailer des Vereins

Hier möchten wir Euch die hausragende, in Deutschland einzigartige und wichtige Arbeit des Vereins vorstellen.

Wir freuen uns sehr, mit dem Polizei Rockfestival und hoffentlich vielen Gästen, den Verein Vita Assistenzhunde e.V. in seiner Arbeit zu unterstützen und so etwas zur Hilfe für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen beitragen zu können.

Über die Arbeit des Vereins Vita Assistenzhunde e.V.


Der Verein Vita Assistenzhunde e.V. ist auf jede Spende angewiesen. 

Die Ausbildung eines Hundes vom Welpenalter bis zur Zusammenführung dauert rund zwei Jahre.

VITA erhält für seine Arbeit keine öffentlichen Fördermittel, auch die Krankenkassen übernehmen keine Kosten. Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden, Fördermitglieder und Sponsoren. Ein ausgebildeter Assistenzhund kostet im Durchschnitt 25.000 Euro – eine Summe, die kaum einer der Bewerber aufbringen kann.

Es stehen aktuell über 100 Bewerber auf der Warteliste, die auf einen vierbeinigen Partner hoffen. Assistenzhunde können Türen öffnen – real und im übertragenen Sinn. Sie bringen Kinder mit Sprachstörungen zum Sprechen, geben „ihrem Menschen“ in schweren Krankheitsphasen Lebensmut, machen selbstständiger, schaffen Kontakt nach Außen und durchbrechen so Einsamkeit und Isolation. Diese Arbeit ist nur mit vielen ehrenamtlichen Helfern und durch die Unterstützung mit Spenden möglich.

Viele Bewerberkinder warten sehnsüchtig auf ihren künftigen Helfer und Freund auf vier Pfoten. VITA bemüht sich nach Kräften und oft drängt aufgrund der Einzelschicksale die Zeit. Unter anderem die intensive Ausbildung ist mit Kosten verbunden, die meist nicht von den zukünftigen Besitzern allein aufgebracht werden können. VITA ist daher auf jeden Euro angewiesen.

Internationale Standards

Der Verein ADEu und dessen internationaler Partnerverein Assistance Dogs International (ADI) sind die Dachverbände für alle „seriösen“ Vereine, die Assistenzhunde für Menschen mit Behinderungen ausbilden. Sie setzen hohe Qualitätsstandards bei der Ausbildung von Mensch und Hund, prüfen die Verwendung von Spendengeldern und achten insbesondere auf das Wohlergehen der Tiere. Die Mitgliedsorganisationen - wie VITA - halten sich an spezielle Regeln und Vorschriften, welche die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund definieren. Die Dachverbände sorgen wiederum dafür, dass die Mitglieder die geltenden Bestimmungen einhalten und gewährleisten so die artgerechte und positiv verstärkte Ausbildung von Assistenzhunden. 

Vita Assistenzhunde e.V. - Eine einzigartige Pionierarbeit zugunsten behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener

VITA e.V. Assistenzhunde (VITA) ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen mit körperlicher Behinderung einen Assistenzhund zur Seite stellt und ihnen so zu mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität verhilft. Er wurde im März 2000 durch Diplom Sozialpädagogin Tatjana Kreidler gegründet und ist Vollmitglied des internationalen Verbandes Assistance Dogs Europe (ADEu). Damit erfüllt der Verein international gesetzte Standards.

Die Zielgruppen sind Kinder und Erwachsene mit körperlicher Behinderung. 2007 erhielt VITA als erster Verein auf dem europäischen Festland die Zertifizierung der Assistance Dogs Europe (ADEu) – ein Gütesiegel, das belegt, dass VITA nach höchsten internationalen Standards arbeitet.

Nach dem Studium und ihrer Diplomarbeit mit dem Thema "Hunde als Helfer und Heiler des Menschen" ging Tatjana Kreidler für mehrere Monate nach England. Dort absolvierte sie bei den großen Charity Organisationen Dogs for the Disabled und Guide Dogs for the Blind eine umfassende Ausbildung zur Assistenzhundetrainerin. Sie war von dem System, den Möglichkeiten und den Ausbildungsmethoden überzeugt. Noch in dieser Zeit beschloss sie, in Deutschland einen ähnlichen Verein zu gründen, der Menschen mit Behinderung einen Assistenzhund zur Seite stellt, und ihnen so zu mehr Unabhängigkeit und sozialer Integration verhilft.

In ihrem Studium hatte sie sich intensiv mit den kindlichen Entwicklungsphasen beschäftigt, deshalb bezog sie – abweichend vom englischen Modell - auch körperlich behinderte Kinder und Jugendliche in ihr Projekt ein. Das hatte bislang noch niemand gewagt. In England sprach man von mangelnder Reife und traute es Hunden und Kindern schlicht nicht zu, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Heute weiß man es besser. Mit der Ausbildung von Kinderteams leistete VITA europaweit Pionierarbeit und bildete bis Ende 2013 19 Kinderteams aus – der Erfolg hat auch andere Organisationen überzeugt. Basierend auf ihrer Grundidee hat Tatjana Kreidler eine spezielle Methode entwickelt, um Mensch und Hund füreinander zu sensibilisieren und zu wirklichen Partnern zu machen. Nicht nur bei Erwachsenen - gerade bei Kindern bewirken die Hunde oft kleine Wunder, psychisch, physisch, sozial und kognitiv. Ein Betroffener spricht gerne davon, dass er durch seinen Assistenzhund Fay sein Leben neu begonnen hat.

Aufgaben eines VITA-Assistenzhundes: Der Assistenzhund ist Helfer, treuer Partner, Eisbrecher und Mittler. So ist er also weit mehr als nur ein Helfer für praktische Aufgaben. Er steigert die Lebensqualität und Lebensfreude, indem er:

  • bestimmte alltägliche Aufgaben übernimmt 
  • das Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen steigert
  • Gesellschaft leistet, Kamerad ist, Einsamkeitsgefühle vermindert
  • die Isolation aufbricht und hilft, soziale Kontakte herzustellen

Er vermittelt das Gefühl, voll akzeptiert, geliebt und gebraucht zu werden und macht von dritten Personen unabhängiger. Beispiele für Aufgaben, die ein Assistenzhund übernehmen kann:

  • Gegenstände aufheben/bringen
  • Türen, Schubladen und Schränke öffnen und schließen
  • im Haushalt helfen (z. B. Waschmaschine ein-/ausräumen)
  • Lichtschalter und Klingel betätigen
  • Alarm auslösen, Hilfe holen
  • Beim An- und Ausziehen helfen
  • Beim Einkauf helfen. 

Durch seine praktischen Funktionen und sozial-emotionalen Komponenten verhilft der Assistenzhund benachteiligten Menschen zu mehr Unabhängigkeit von Dritten. Damit trägt er bei gleichzeitiger Verringerung der Pflege-, Heil- und Therapiekosten zur Steigerung der Lebensqualität eines Menschen mit körperlicher Behinderung bei. Neben dem Assistenzhund werden Hunde auch zum Servicehunde für Kinder und Jugendliche, Therapie- und Alzheimerhunde ausgebildet, und übernehmen damit spezielle Aufgaben und Funktionen.  

Auch die notwendige Nachbetreuung übernimmt Vita: Die Teams werden ein ganzes Hundeleben lang regelmäßig nachbetreut, um den Ausbildungsstand des Hundes zu halten und andererseits dauerhaft sicher zu stellen, dass es beiden Partnern gut geht. Ein sich verschlechterndes Krankheitsbild etwa kann es nötig machen, dass der Hund nachgeschult werden muss.

Mehr Informationen findet Ihr auf der Internetseite des Vita Assistenzhunde e.V.